Strauss Carl
Carl Strauss: Zevreilahorn. Postkarte. |
Carl Straus (*1873 Boston USA, †1957 Laax) lebte während zwei Weltkriegen, lebte in Monarchien und Diktaturen.
Er war Kunststudent an renomierten Hochschulen in Amerika und in Europa und hatte schon früh einen Ruf als aussergewöhnlicher Künstler. Bekanntheit erlangte er vor allem mit seinen Kupferstichen. Er war in verschiedenen Ländern und Metropolen zu Hause. Ab Spätsommer 1922 bis zu seinem Tod 1957 wohnte er in Salums bei Laax. In dieser Zeit beschäftigte er sich nur noch mit dem Radieren und beschränkte sich auf die Darstellung der näheren Umgebung. In den dreissiger und vierziger Jahren entstanden auf mancher Bergwanderung panoramaartige Gebirgsdarstellungen der Bündner Alpenwelt (Toma-See, Chaste Sils Maria, Blick ins Rheintal von Salums aus, Zevreilahorn, Lukmanier etc.). Mit einer romantischen Liebe zur Burgenwelt wurden die Schlösser der näheren Umgebung in Radierungen festgehalten (Schloss Tagstein, Ruine Jörgenberg, Hohenrätien). Waldausschnitte oder einsame wetterzerzauste Tannen, Arven oder Föhren regten ihn immer wieder zum Radieren an. In den fünfziger Jahren konzentrierte sich die Darstellung seiner Umwelt fast ausschliesslich auf Pflanzen aus seinem Garten. Diese Radierungen kolorierte er teilweise (Silberdistel, Türkenbund, Anemonen). 1927 baute er in Laax/Salums das Restaurant «Straussennest», das er zusammen mit seiner Ehefrau Helen Strauss-Keller (1899-1985) betrieb. Weitere Informationen zu Carl Strauss finden Sie hier. |